Das Wort Gottes – unsere höchste Autorität

Als reformierte Christen, legen wir viel Wert auf unsere Bekenntnisse. Wir sind davon überzeugt, dass sie die Lehren der Bibel zusammenfassen. Wir halten an unseren Bekenntnissen fest, weil sie am besten ausdrücken, was wir von Gott und seinem Handeln glauben. Doch gerade diese Bekenntnisse weisen uns immer wieder zurück auf die Schrift.

Wir ersetzen das Wort Gottes nicht durch die Bekenntnisse, oder stellen die Bekenntnisse auf dieselbe Stufe. Die Bekenntnisse lehren uns, dass wir in allem, immer wieder zum Wort Gottes zurück kommen müssen. Das Wort Gottes is die einzige Regel für Glauben und Gehorsam, um die Sprache der Bekenntnisse zu benutzen.

Die ganze Schrift ist unsere Regel

Der kleine Westminster Katechismus sagt, dass das Wort Gottes, welches aus den Schriften des Alten und Neuen Testaments besteht, die einzige Regel ist, die uns leitet. Damit bekennen wir, dass die gesamte Schrift, nicht nur Wort Gottes ist, sondern auch für uns wichtig ist. Wir brauchen Altes und Neues Testament.

Als Christen können wir schnell in der Gefahr stehen,  uns hauptsächlich auf das Neue Testament zu konzentrieren. Schließlich finden wir hier Christus offenbart. Hier lesen wir von seinem stellvertretenden Tod und seiner Auferstehung. Es kann auch schnell geschehen, dass wir eine Faszination für das Alte Testament entwickeln, die uns in eine falsche Richtung lenkt. Schnell beschäftigen wir uns mit verschiedenen Prophetien und wie sie genau in Erfüllung gegangen sind.

Doch, wir können weder das Alte, noch das Neue Testament bevorzugen. Wir brauchen beides. In der gesamten Schrift, dem Alten und Neuen Testament, lesen wir, was wir über Gott glauben sollen und was er von uns fordert (Kleiner Katechismus Frage 3).

Nur durch das Wort Gottes kann man errettet werden

In 2.Timotheus 3,15 lesen wir, dass das Wort Gottes die Kraft hat einen Menschen weise zu machen zur Errettung. Wir halten an dem Wort Gottes fest, weil es das Mittel ist, dass Gott erwählt hat, um Menschen zu erretten. Natürlich ist es Gott möglich Menschen auf andere Weise zu erretten, aber er hat sein offenbartes, aufgeschriebenes Wort ausgewählt.

In Römer 10,17 sagt uns Paulus, dass der Glaube aus der Predigt des Wortes kommt. Wenn wir als Gemeinden sehen wollen, wie Menschen umkehren und Buße tun, dann müssen wir an dem Wort Gottes festhalten und es predigen.

Wir brauchen den Heiligen Geist

Obwohl der Glaube aus der Predigt des Wortes kommt, bekennen wir auch, dass wir das Wort Gottes nur richtig verstehen könne, wenn uns der Geist Gottes die Erkenntnis schenkt. Im Westminster Bekenntnis (1.5) werden uns verschieden Gründe genannt, die uns überzeugen könnten. Doch wir bekennen in demselben Absatz, dass alle diese Gründe nur helfen, wenn uns der Heilige Geist erleuchtet.

Wir brauchen das Wort Gottes. Nicht nur als Richtschnur für unser Leben, sondern auch als Mittel zur Errettung. Gottes Wort hat die Kraft einen Menschen weise zu machen zur Errettung. Deshalb müssen wir an dem Wort festhalten und es in unseren Gemeinden predigen und beten, dass Gott seinen Geist schickt, damit die Wahrheiten des Wortes erkannt werden.

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