Unser Vater III

Jesus lehrt uns, wir sollen dafür beten, dass Gottes Reich kommt (Matthäus 6,10) und wir glauben und bekennen, dass Niemand Gott aufhalten kann. Johannes gibt uns in der Offenbarung das Bild eines neuen Himmels und einer neuen Erde. Wir bekommen Einblicke in das kommende ewige Reich Gottes.

Gottes Reich kommt und kann nicht aufgehalten werden. Warum lehrt uns Jesus dennoch, dass wir für das Kommend es Reiches beten sollen? Dazu müssen wir drei Dinge betrachten.

 

Was ist das Reich Gottes?

Zum einen erwarten wir das Reich Gottes, indem das Lamm auf dem Thron sitzt und regiert. Wir erwarten das ewige Friedensreich. Doch wir bekennen auch, dass Christus jetzt schon regiert. Jeder Christ bekennt Jesus als seinen König an. Das Wort Gottes sagt uns, dass Christus der Herr der Kirche ist und diese Regiert und von Ihr Ehre erhält (Epheser 4,11-15; 3,21).

Die Kirche ist also ein Teil des Reiches Gottes. Sie ist das Volk Gottes in vielen Nationen. Sie ist der Ort, an dem Christus als König seines Volkes herrscht.

 

Wofür sollen wir beten?

Wenn also die Kirche das Reich Gottes ist, sollen wir für die Kirche beten. Christus lehrt uns, dass wir für das Kommend es Reiches beten sollen. Wir sollten deshalb dafür beten, dass die Kirche wächst und sich sie das Evangelium ausbreitet.

 

Was sollen wir genau beten?

Für die Kirche beten, bedeutet für unsere Geschwister beten. In unseren Gebeten sollten wir die Nöte und Sorgen unserer Geschwister vor Gott trage und Ihn um Hilfe bitten. Es bedeutet aber auch, für den Auftrag der Kirche zu beten. Jesus hat die Kirche beauftragt alle Völker zu Jüngern zu machen, durch die Verkündigung des Evangeliums. Wir sollten also auch für unsere Pastoren und Älteste beten.

Unser Gebet muss auch mit der Bitte gefüllt sein, dass Niemand die Kirche aufhält; weder Sünde, Welt noch Teufel. Als Paulus die Kirche lehrt für die Obrigkeit zu beten, soll sie das tun, damit der Friede bewahrt wird (1.Timotheus 2,2).

 

Unser Vater II

Jesus fordert seine Kirche Kirche auf, zu beten:

„Unser Vater im Himmel,geheiligt werde dein Name.“

Doch was bedeutet „geheiligt werde dein Name“?

In den meisten Fällen bedeutet heiligen, etwas absondern. Personen oder Dinge sollten für Gott geheiligt, also abgesondert werden. Sie sollten für seinen Dienst bereit stehen. Am besten verstehen wir das wahrscheinlich, wenn wir den Tempel betrachten. Die Priester und die Geräte im Tempel wurden für den Dienst geheiligt.

Doch Gott ist heilig. Wir können ihn also nicht absondern. Wenn wir aber beten

„geheiligt werde dein Name“

beten wir vor allem, dass Gott die Ehre erhält, die Ihm zusteht. Das tun wir am Besten in drei Bereichen.

Als erstes sollten wir beten, dass wir Gottes Heiligkeit erkennen. Wir sollten beten, dass Er sich uns offenbart. Das Westminster Bekenntnis sagt uns im ersten Kapitel, dass sich Gott in seine Schöpfung und in seinem Wort offenbart.

Wir sollten also beten, dass Gott sich uns in seinen Werken zeigt. Betet dafür, dass Gott in seinem Handeln sich uns offenbart, als der ewige, heilige Gott. Wir sollten auch beten, dass Gott uns durch Seinen Geist das Wort öffnet. Wir müssen seine Wahrheit aus seinem Wort erkennen.

Als zweites sollten wir beten, dass wir heilig leben. Gott fordert uns auf heilig zu sein, den Er ist heilig. Wenn wir Gott verherrlichen wollen und seinen Namen heiligen wollen, dann sollten wir heilig leben.  Dafür sollten wir Gott bitten. Wir sollten Ihn bitten, dass er uns durch Seinen Geist befähigt, das Wort in unserem Leben umzusetzen.

Als drittes sollten wir beten, dass die ganze Welt Gott erkennet. Wir lesen im Wort Gottes immer wieder, dass die ganze Erde aufgefordert wird Gott zu loben. Wir sollten beten, dass Gott sich offenbart in seine Herrlichkeit.

Unser Vater I

Das Unser Vater ist wahrscheinlich das bekannteste Gebet der Bibel. Jeder Christ hat es irgendwann gelernt und die meisten können es auswendig. mit den kommenden Posts werden wir Stück für Stück durch Jesu Gebet gehen.

Jesus beginnt in Matthäus 6,9 mit folgenden Worten: „Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten; Unser Vater, der du bist im Himmel!“

Wir lernen hier drei Dinge. Als Erstes sehen wir, zu wem wir beten sollen. Wir beten zu „Unserem Vater“. Damit meint Christus seinen eigenen Vater, also Gott den Vater. Denn Gott ist in Christus zu unserem Vater geworden.

In Epheser 5,20 lesen wir: „sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus;“ Wir beten also zu Gott dem Vater und nicht zu Christus oder dem Heiligen Geist. Jesus selbst lehrt uns, Gott den Vater anzurufen.

Als Zweites zeigt uns Jesus, dass wir zu dem mächtigen Gott beten. Obwohl wir ihn „Unser Vater“ nennen, fügt Jesus hinzu, dass er im Himmel ist.

Wir beten zu dem allmächtigen Gott, dem nichts unmöglich ist. Wir beten zu dem Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat. Wir beten zu dem Gott, dem nichts unmöglich ist und von dem wir in dem Psalmen lesen, dass er tut, was ihm gefällt.

Als Drittes lernen wir, dass wir zu unserem Vater beten. In Johannes 1,12 lesen wir, dass alle, die Glauben, Kinder Gottes sind. Der allmächtige Gott, ist unser Vater geworden. Er hat uns sosehr geliebt, dass er seinen eigenen Sohn für uns gab.

Wir beten zu unserem Vater, der uns alles geben Will, was wir benötigen. Jesus sagt in Matthäus 7,11 „Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten!“

Und in Römer 8,32 schreibt Paulus über Gott: „ Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?“

Wir können uns das mit einem kleinem Jungen vorstellen, dem die Kette vom Fahrrad gesprungen ist. Im Regelfall wir er zu seinem Vater rennen und ihn bitten, dass er ihm die Kette wieder auf die Zahnräder setzt.

Der Junge rennt zu seinem Vater, weil er weiß, dass sein Vater das kann. Er rennt aber auch zu seinem Vater, weil er weiß, dass sein Vater alles tut, was gut für den Jungen ist.

So sollten wir unser Gebetsleben gestalten. Jesus lehrt uns, unseren allmächtigen Vater zu bitten und zu preisen.

Wenn du ins Gebet gehst, mach dir bewusst, dass du zu Gott dem Vater sprichst. In unseren Gebeten wenden wir uns an die erste Person der Trinität. An Gott den Vater.

Wenn du ins Gebet gehst bete bewusst zu dem allmächtigen Schöpfer. Bete zu unserem Vater, der im Himmel ist. Bete zu Gott, der im Himmel thront und der über allem steht. Bete zu dem Gott, dem nichts unmöglich ist.

Zuletzt. Wenn du ins Gebet gehst, bete bewusst zu deinem liebenden Vater. Bete zu dem Vater, der seinen eigenen Sohn für dich geopfert hat. Bete zu dem Vater, der dir alles geben will, was du benötigst.

Wie wir den tag des Herrn genießen

Mit diesem Blogpost möchte ich vor allem praktisch werden. Einige von euch werden sich vielleicht die Frage stellen, wie denn den Tag des Herrn genießen sollen. Gott fordert uns auf sechs Tage zu arbeiten und den siebten zu ruhen. Wie kann dieser Tag ein Tag der Ruhe sein, den wir genießen können? Ich möchte drei Dinge vorschlagen.

 

Nutze die Woche

Der Tag des Herrn beginnt in einem gewissen Sinn am Montag. Nutze deine Zeit mit Gott, um dich auf deTag vorzubereiten. Nutze die Zeit, die du im Gebet verbringst damit, für Sonntag zu beten. Du kannst für den Pastor und seine Predigtvorbereitung beten. Du kannst für dich und deine Familie beten. Bete, dass Gott sein Wort segnet. Bete, dass Gott durch die Predigt zu den Gottesdienstbesucher spricht. Bete, dass der Heilige Geist die Herzen verändert.

 

Bereite dich auf en Tag vor

Während du Für dich, die Gemeinde und den Pastor betest, solltest du dich auch selbst vorbereiten. Mache dir bewusst, was am Sonntag geschieht. Es ist der Tag des Herrn, also der Tag, der Gott gehört. es ist der Tag, an dem Gott zu seinem Versammelten Volk spricht. Es ist der Tag,an dem sein Volk zusammenkommt um ihn anzubeten.

Mache dir bewusst, dass es ein besonderer Tag ist. Mache dir bewusst, dass Gott durch die Predigt zu dir reden will. Du solltest nicht in den Gottesdienst kommen und denken, dass dies einfach nur ein Treffen ist. Dir sollte bewusst sein, dass es ein Treffe mit Gott ist.

 

Plane den Tag

Der Tag des Herrn soll für uns Ei Tag sein, an dem wir in Gott ruhen und ihn anbeten. Das bedeutet, wir müssen das planen. Sonntags kann stressig für uns sein. Wir haben einen Morgen- und Abendgottesdiesnt. Dazwischen wollen wir essen und ein wenig entspannen. Doch wie soll das funktionieren.

Der Tag wird oft davon bestimmt, wie wir ihn starten. Ich behaupte sogar, es wird davon bestimmt, wie wir den Vortag beenden. Du musst wissen, wie viel Schlaf du benötigst, um am nächsten Tag fit zu sein. Gehe rechtzeitig schlafen, um am nächsten Tag fit zu sein. Wir kommen zusammen, um Gott anzubeten, deshalb sollten wir fit sein.

Warum nicht die Kleidung schon am Vortag rauslegen? Wenn wir am nächsten Tag ein Bewerbungsgespräch haben, wissen wir am Abend vorher schon, was wir anziehen werden. Wenn wir am nächsten Tag die Bundeskanzlerin treffen würden, würden wir uns spätestens am Vortag Gedanken machen, was wir tragen sollen. Warum also nicht für Sonntag vorbereiten.

 

Genieße die Gemeinschaft

Für einige von euch ist Sonntag vielleicht der einzige Tag, an dem ihr viele eurer Geschwister seht. Nutzt die Zeit. Die Bibel beschreibt die Gemeinde als ein Körper, oder sogar als Familie. Nutze die Zeit nach den Gottesdiensten, um mit deiner Familie in Christus Zeit zu verbringen.

Lade Geschwister zum Mittag essen ein, um Gemeinschaft zu haben. Nutze die Zeit nach und zwischen den Gottesdiensten, um über die Predigt zu reden. Nutze die Zeit, um am Leben deiner Geschwister teilzunehmen.

Lasst uns den Tag des Herrn nutzen, um in Gott zu ruhen und und ihn anzubeten.

Wie wir den Tag des Herrn heiligen

Mit diesem post werde ich die Serie über den tag des Herrn fortsetzen. Wenn Gott von uns fordert, einen tag von sieben zu heiligen, müssen wir uns fragen, wie wir ihn heiligen. Wir werden vier punkte betrachten

 

Ein Tag der Freude

Jesaja 58,13 sagt uns, dass wir den tag des Herrn eine Freude nennen sollen. Mit anderen Worten, wir sollen uns freuen, den Sonntag feiern zu dürfen. Es muss also das Ziel eines Christen sein, dass der Sonntag ein Tag der Freude ist.

Es bedeutet aber auch, dass sich der Christ freut. Der Sonntag ist nicht der Tag, an dem wir etwas machen müssen. Es ist der Tag an dem sich der Christ freut. bete dafür, dass dieser Tag ein Tag der Freude für dich wird.

 

Ein Tag ohne Alltag

Jesaja sagt uns nicht nur, dass wir uns an dem Tag des Herrn freuen sollen. er sagt uns auch, dass wir nicht unsere täglichen Gänge erledigen sollen. Mit anderen Worten wir sollen unseren Alltag Alltag sein lassen.

Von Montag bis Samstag beschäftigen wir uns mit allen möglichen Dingen; Arbeit, Haushalt, Schule, Studium, Sport. Ein paar dieser Dinge sind unser Hobby. Doch Vieles ist eine Last, oder eine Qual. Manchmal bereitet uns sogar Sorgen.

Doch am Sonntag sollen wir das Alles lassen. Am Sonntag sollen uns die Sorgen des Alltags nicht beschäftigen. Am Sonntag sollen uns die Dinge des Alltags nicht beschäftigen. Der Sonntag ist der Tag des Herrn.

 

Ein Tag der Ruhe

Das Volk Gottes wird aufgefordert, sechs Tage zu arbeiten und am siebten zu ruhen. Die Ruhe bedeutet aber nicht, nichts zu tun. Gott fordert uns auf in ihm zu ruhen.

Wenn er Alltag über uns kommt und wir kaum Zeit finden fürs Wort Gottes und das Gebet, ist der Sonntag, der Tag, an dem wir in Gott ruhen. Wir lesen sein Wort, wir hören sein Wort, wir beten und wir empfangen Gottes Segen.

 

Ein Tag in Gemeinschaft

Die Bibel beschreibt die gemeinde oft mit Begriffen von Gemeinschaft. Wir sind das Volk Gottes, wir sind die Familie Gottes oder wir sind der Leib Christi.

Diese Begriffe zeigen, dass wir einander brauchen. Der Hebräerbrief warnt uns davor nicht zu den Gottesdiensten zu gehen, weil wir damit uns selber und unseren Geschwistern schaden.

wenn wir den Sonntag genießen und gut nutzen wollen, sollten wir beide Gottesdienste besuchen.Wir sollten versuchen zwischen den Gottesdiensten Zeit miteinander zu verbringen. Das bedeutet, wir sollten auch den Gottesdiensten gemeinsam miteinander reden. Wir sollten uns gegenseitig einladen, um den Tag gemeinsam zu verbringen.

Drei gründe, den Tag des Herrn zu feiern

Die Schrift gibt uns klare Anweisung den Sabbath, oder auch den Tag des Herrn, zu heiligen. Doch was bedeutet das? Ich möchte mit diesem Post eine kurze Serie starten, die uns helfen soll den Tag des Herrn angemessen zu feiern. Beginnen möchte ich mit drei Gründen, warum wir den Tag des Herrn feiern sollten.

 

Eine Schöpfungsordnung

Das vierte Gebot wird mit den Worten „Gedenke an den Sabbattag“ (2.Mose 20,8) eingeleitet. Das bedeutet dieser Tag wird nicht in mit den zehn Geboten eingesetzt, sondern bestätigt. Dieser Tag existierte schon länger.

In der Tat gibt es den Sabbat seit der Schöpfung. Gott schuf die Welt in sechs Tagen und am siebten Tag ruhte er. Genau dies ist die Begründung für den Sabbat in 2.Mose 20. Wir sollen an einem von sieben Tagen ruhen, da Gott an diesem Tag geruht hat. Die gesamte Schöpfung ist darauf ausgelegt an einem von sieben Tagen zu ruhen.

 

Ein christlicher Feiertag

2. Mose 20 gibt uns die Schöpfung als Grund für diesen Tag. Wenn wir also den Tag des Herrn feiern, dann gedenken wir ans unseren Schöpfer und geben ihm die Ehre, die ihm gebührt. 5. Mose 5 hingegen begründet den Sabbat mit der Befreiung aus Ägypten. Wenn wir also den Sabbat feiern, feiern wir unsere Erlösung,unsere Befreiung.

Somit ist der Sabbat, oder auch der Tag des Herrn ein christlicher Feiertag. Es ist der Tag in der Woche, an dem wir, als Volk Gottes, unseren Schöpfer für unsere Erlösung anbeten.

 

Die Grundlage für ein christliches Leben

Mit dem Westminster Bekenntnis bekennen wir, dass am Tag des Herrn mindestens ein Gottesdienst gefeiert werden soll. Dieser besteht aus dem lesen des Wortes, der Predigt des Wortes, Gebet, Lobpreis und bei gegebenem Anlass den Sakramenten (WB 21.4).

Dies sind genau die Elemente, die das Christliche Leben bestimmen. In Kapitel 14.1 des Bekenntnisses lesen wir, dass unser Glaube durch den Dienst (Predigt) des Wortes und dem Wirken des Heiligen Geistes bewirkt wird. Hinzu kommt, dass unser Glaube durch das Wort, die Sakramente und das Gebet gefestigt wird.

Mit anderen Worten, wir benötigen den Gottesdienst am Tag des Herrn, damit unser Glaube geweckt wird und damit unser Glaube gestärkt wird. Deshalb gibt es keinen wichtigeren Tag, für das christliche Leben, als den Tag des Herrn.

Wieso ist das passiert?

Am 24.März 2015 stürzte ein Flugzeug der Airline GermanWings in den französischen Alpen ab. 150 Menschen kamen ums Leben. Bis jetzt kann man noch nichts mit Sicherheit sagen, aber scheint, als hätte der Copilot das Flugzeug absichtlich gegen den Berg gesteuert.

Bei solchen Tragödien kommt eine Frage immer wieder hoch; die Frage nach dem warum. Warum ist das passiert? Wie kann das geschehen? Die Frage, die wir auch als Christen nicht von uns weisen können lautet letzten Endes: Warum lässt Gott so etwas zu? Unsere Freunde und Bekannten stellen vielleicht die Frage, wie denn ein liebender Gott solch ein Desaster zulassen kann. Obwohl ich, trotz dieser Unglücks nicht an der Liebe Gott und seiner Güte zweifle, bestürzt mich dieses Geschehen trotzdem.

Ist Gott wirklich schuld?

Als Reformierte, bekennen wir, dass nichts auf dieser Welt ohne Gottes Wissen oder Willen geschieht. Gott entgeht nichts und er hat alles vor Grundlegung der Welt vorherbestimmt, entsprechend seines Willens (Epheser 1,11). Das scheint die Antwort für uns noch schwieriger zu machen. Man könnte behaupten, Gott wäre deshalb ein grausamer Gott, der je nachdem, wie es ihm gefällt, es manchen Menschen gut gehen lässt und dann im nächsten Moment hunderte von Menschen in den Tod schickt.

Doch das wäre kurz gegriffen. Die Bibel zeigt uns immer wieder, dass Gott seine Schöpfung und seine Geschöpfe liebt. Wir lesen immer wieder, dass Gott sich nicht am Tod, sondern am Leben freut. Jesus vergießt Tränen vor dem Grab Lazarus.

Obwohl Gott alles angeordnet hat, was geschieht, ist er nicht der, den wir beschuldigen können. Im Westminster Bekenntnis bekennen wir, dass Gott dem Willen der Geschöpfe keine Gewalt antut (WB3.1; Apg 2,23). Der Mensch entscheidet sich immer noch. Er trifft Entscheidungen entsprechend seines Willens.

Was ist dann das Problem?

Wenn wir Gott den schwarzen Peter nicht zuschieben können, müssen wir uns fragen, wer denn dann schuld ist. Oder anders gefragt: Was ist dann das Problem? Die einfache Lösung Gott anzuklagen, funktioniert offensichtlich nicht.

Die Antwort begegnet uns auf fast jeder Seite der Bibel. Die Ursache des Problems ist nicht Gott, sondern der Mensch. Das Problem nicht der Schöpfer, sondern die Geschöpfe. Als Jesus, in Johannes 8, mit den Pharisäern diskutiert, macht er eine für uns schockierende Aussage. Er sagt, jeder der sündigt ist ein Knecht der Sünde (Johannes 8,34). Christus führt uns die Realität vor Augen, dass wir Sklaven der Sünde sind. Wir tun, was uns unser Meister sagt.

Obwohl der Mensch seinen Willen hat, tut er nicht unbedingt immer das rational Richtige, das in der Situation Beste, geschweige denn das Gute. Unsere Sündhaftigkeit verleitet uns oft, das Falsche, die Sünde zu tun.

Wir glauben nicht, dass jeder Mensch nur Schlechtes tut, aber wir alle sündigen. Wir alle neigen dazu, das Falsche zu tun. Manche unter uns sind disziplinierter und können ihre Sünde zurückhalten. Als Christen glauben wir auch, dass der Geist mit dem bzw. durch das Wort Gottes uns hilft, weniger zu sündigen. Dennoch bleibt die Wahrheit bestehen. Wir sündigen, weil uns die Sünde dazu treibt.

Das Problem ist also nicht Gott. Wir können ihn für solche Katastrophen, wie in Südfrankreich nicht verantwortlich machen. Ganz im Gegenteil. Nachdem Gott die Schöpfung vollendet hatte, war alles sehr gut, selbst der Mensch. Erst durch den Sündenfall ist der Wille des Menschen unter die Knechtschaft der Sünde gekommen. Das Problem ist also der sündhafte Mensch.

Was ist unsere Reaktion?

Wir können das alles intellektuell verstehen und es gibt uns viel Trost. Doch wie sollte unsere Reaktion auf die Katastrophe aussehen? Sollen wir jetzt mit dem erhobenen Zeigefinger jedem das Gericht und die Hölle predigen, da doch alle Sünder sind? Sollen wir einfach drüber wegwischen, weil es ja schließlich Gottes Wille war? Sollen wir jetzt anfangen, dem Copiloten, obwohl der auch gestorben ist, alle Schuld in die Schuhe schieben?

Die Antwort auf all diese Fragen lautet NEIN. Wir glauben an einen souveränen Gott. Trotzdem können wir Tragödien wie diese nicht ignorieren. Unsere Reaktion sollte Mitleid und tiefe Trauer sein. Keiner kann den Verlust eines geliebten Menschen einfach durch die Souveränität Gottes wegwischen. Es ist ein tiefer Schmerz, der Heilung braucht und das kann lange dauern.

Wir wissen nicht, ob wir Geschwister im Herrn verloren haben, oder ob Geschwister im Herrn dort geliebte Menschen verloren haben. Alles was wir wissen ist, das 150 Menschen ihr Leben verloren haben. Wir sollten die Verwandten und Freunde in unsere Gebete einschließen, denn letztendlich kann nur Gott echten Trost spenden. Wir sollten beten, dass die Kirche dazu in der Lage ist die Trauer aufzufangen. Wir sollten beten, dass sie wahren Trost durch das Evangelium spendet.

Diese Tragödie sollte uns auch daran erinnern, wie unser Auftrag lautet: Als Kirche Jesu Christi das Evangelium zu predigen. Wir müssen die Wahrheit der Schrift zu den Menschen bringen. Es gibt keine andere Lösung für das Problem, es sei denn Menschen erkennen ihre Sündhaftigkeit und finden Erlösung in unserem Herrn Jesus Christus.

Mein Gebet ist, dass sich viele Kirchen durch diese Tragödie wieder dem wahren Trost zuwenden. Mögen sie die billigen psychologisierenden Predigten zur Seite legen und das Evangelium der erlösenden Gnade Gottes predigen.

Letztlich sollte uns dieser Flugzeugabsturz ins Gebet treiben und dazu bringen, dass wir mit Mose und den Erlösten aller Zeiten beten: „Lehre uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen!“ (Psalm 90,12). Unser Leben kann morgen vorbei sein, doch wir sollten das Verlangen haben, unsere letzten Stunden in Weisheit, zur Ehre Gottes zu leben.

Die Schönheit der Einfachheit

Ich bin ein Sympathisant des Minimalismus. Minimalismus ist ein Lebensstil, der ein einfacheres Leben propagiert und der in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist. Anhänger dieser Überzeugung versuchen nur das zu besitzen, was sie wirklich brauchen. Es soll Minimalisten geben, die nicht mehr als 100 Gegenstände besitzen (inklusive all ihrer Kleidungsstücke).

Wir finden diesen Trend auch in anderen Bereichen. Die Architektur wird immer einfacher und ist durch gerade Linien gekennzeichnet. Design und vor allem Grafik-Design scheint sich auf einfache Elemente zu besinnen. Weiß wird wieder populärer. Webseiten werden vereinfacht. Man setzt auf weniger Inhalt und mehr freie Fläche. Ich lebe in Berlin. Als echter Hipster geht man in ein unabhängiges Cafe, in dem man nur vier verschieden Kaffees bestellen kann. Die Liste könnte man weiter führen.

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Wer ist dieser Gott?

Wir leben in einer pluralistischen Welt, in der jeder denken, fühlen und glauben darf, was er will. Das ist auch gut so. Ich bin ein großer Freund der Religionsfreiheit und kann niemanden zwingen etwas bestimmtes zu glauben.

Doch als reformierte Christen stehen wir oft ziemlich allein da. Wir scheinen die Verrückten zu sein, die ihren Glauben ganz genau festlegen wollen. Wir sind diejenigen, die Bekenntnisse haben, studieren und lehren. Wir sind diejenigen, die behaupten, dass es wichtig ist an wen man glaubt und wie man an ihn glaubt.

Doch wer ist dieser Gott? Im Supermarkt der Weltreligionen gibt es so viele verschiedene Götter. Außerdem haben die meisten Religionen einfach mehr als einen Gott. Das ist doch viel einfacher. Was macht unseren Gott so besonders?

Alle Bekenntnisse, christlicher Kirchen, bekennen zwei Dinge über Gott. Zum einen bekennen wir, dass es nur einen wahren und lebendigen Gott gibt. Zum anderen Bekennen wir, dass in diesem einen Gott drei Personen sind; Vater, Sohn und Geist. Diese drei Personen sind eines Wesens und gleich in Macht und Herrlichkeit.

Es gibt nur einen wahren und lebendigen Gott

Schon sehr früh in der Bibel finden wir die Aussage, dass es Gott allein ist, der Angebetet werden soll. Das erste Gebot zum Beispiel macht klar, dass Gott niemanden neben sich duldet, vor allem, weil es keinen anderen Gott gibt. In 5.Mose 6,4 lesen wir „Der Herr ist unser Gott der Herr allein.“ Das war das Bekenntnis Israels. Mit diesen Worten haben sie sich zu dem einen wahren Gott bekannt.

In Jeremia 10,10 macht Gott deutlich, dass er allein, der lebendige und wahre Gott ist. Er ist derjenige, der schon immer existiert hat und er ist derjenige, der über alles regiert. Paulus in 1.Korinther 8 macht deutlich, dass Götzen nicht existieren, weil es nur den einen wahren Gott gibt.

Obwohl wir im Neuen Testament immer wieder von drei Personen lesen, sehen wir doch nur einen Gott. Es ist ein Gott der handelt. Es ist der einzig wahre und lebendige Gott.

Es sind drei Personen in dem einen Gott

Im Missionsbefehl (Mt 28) offenbart Jesus seiner Kirche den Namen Gottes. Er sagt ihnen, dass sie in dem einen Namen Gottes taufen sollen. Er benutzt bewusst die Singularform. Doch der Name Gottes ist: „der Vater, der Sohn, der Heilige Geist“

Haben wir jetzt auf einmal drei Götter? Oder zeigt sich dieser eine Gott in drei verschiedenen Gestalten? Weder noch. Es ist immer noch der eine wahre und lebendige Gott. Wenn Paulus in 1.Korinther 12,4-6 über die Geistesgaben spricht, dann zeigt er, dass es der Vater, der Sohn und der Geist sind, die alle diese Gaben geben und wirken.

Wir sehen im Neuen Testament drei Personen, aber einen Gott. Die Apostel haben ganz deutlich immer wieder auf dein einen Gott hingewiesen. Im gleichen Moment zeigen sie uns auch die dei Personen, die in dem einen Gott sind.

Alle drei Personen sind der eine Gott. Es wird nie eine Unterscheidung gemacht. Und alle drei Personen haben die gleiche Macht und die gleiche Herrlichkeit. Keiner der Personen ist mehr Gott als die anderen. Keine der drei Personen ist mächtiger als die andere. Sie sind gleich.

Wir müssen am Ende bekennen, dass wir an den einen wahren Gott glauben; Drei Personen in Einem.