Wer war John Knox?

John Knox, Schotte, geboren 1514 in Gifford Gate, und 1572 in Edinburgh gestorben. Knox war Reformator und Mitbegründer der Presbyterianischen Kirchen. Über Herkunft und Jugend ist fast nichts bekannt. Nach dem Besuch der Lateinschule in Haddington studiert Knox an der Universität Glasgow Theologie und Jura. Unter den Einfluss von John Mayer (einem der führenden scholastischen Theologen des frühen 16. Jh.). Ordiniert für das Priesteramt (ca.1539), war er apologetischer Notar und als Tutor für die Söhne von Landadligen angestellt. Anders als Luther oder Calvin hat Knox über seine geistliche Entwicklung nichts Schriftliches hinterlassen oder wie es dazu kam Protestant zu werden.

Wie die andere Reformatoren (Luther, Calvin etc.) gehörte John Knox zu denjenigen, die im 16. Jahrhundert in verschiedenen Ländern Europas versuchte, die katholische Kirche von innen heraus zu reformieren. Aufgrund des Widerstandes sahen sich die meisten unter ihnen gezwungen, zwar keine neue Kirche zu gründen, jedoch die wahre christliche Kirche zu bewahren.

“The Troubles at Frankfurt”
John Knox hat auch mehrere Jahre im Exil in Deutschland verbracht, und einige Jahre bei Jean Calvin in Genf studiert. Als die katholische Maria Tudor (1553-1558) den englischen Thron besteigt, flieht John Knox im Januar 1554 nach Genf, wo er ein Schüler Calvins wird. 1554/1555 arbeitete er als Pfarrer in Frankfurt am Main in der Weißfrauenkirche, wohnte im Haus des Patriziers Claus Bromm an der Zeil.  Später wird er jedoch vom Frankfurter Magistrat der Stadt verwiesen, da er Kaiser Karl V. und seinen Sohn Philipp öffentlich angreift bzw. es in der Gemeinde Streit über die Gottesdienst-Liturgie gegeben hatte. Knox hakte die Geschichte als “The Troubles at Frankfurt” ab. Bis Frühjahr 1559 arbeitet er wieder in Genf als Pfarrer der englischen Flüchtlingsgemeinde und als Mitarbeiter an einer englischen Bibelübersetzung (Genfer Bibel).

Nach seiner Rückkehr nach Schottland, war er daran beteiligt in seinem Land die Reformation einzuleiten und eine protestantische Kirche, nach dem presbyterianischen Modell in Genf, zu gründen (Church Of Scotland) und wirkte maßgeblich an dem 1560 vom Parlament angenommenen Glaubensbekenntnis – der Confessio Scotica – mit.

Seine Hauptwerke sind der 1558 in Genf erschienene „Zuruf“ an den Adel und die Reichsstände Schottlands („The appellation of John Knox and an admonition to England and Scotland“ 1558) sowie die an den katholischen Herrscherinnen Europas (Marie de Guise, Maria Stuart, Maria I. Tudor) Kritik übende Schrift „The first blast of the Trumpet against the monstrous regiment of women“ 1558 (deutsch „Der erste Trompetenstoß gegen eine entsetzliche Weiberherrschaft“).

Die Evangelisch-Presbyterianische Kirche in England und Wales (EPCEW)  ist zwar eine junge Konfession, hat jedoch in dieser Reformation ihre Wurzeln.


 

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